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Leuchtfeuer

Diese Lernkarte bündelt die SBF-See-Logik hinter Leuchtfeuern und Befeuerung: wie du Kennungen liest, worin sich Oc, LFl, Fl, Q, Iso und Wiederkehr unterscheiden, wie Leitfeuer, Richtfeuer und Quermarkenfeuer funktionieren, welche Feuer Leuchttonnen an Backbord und Steuerbord tragen und wie du Kardinalfeuer sowie Fl. (2) als Einzelgefahr deutest.

Inhalt aktualisiert
9.9.2026
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12 Kapitel für schnelles Nachschlagen
Direkte Antwort

Eine Kennung beschreibt zuerst das Feuer selbst: Lichterscheinungsart, Gruppierung, Farbe, Wiederkehr und mögliche Zusatzelemente.

  • Erst danach liest du, wofür das Feuer nautisch steht: Leitfeuer, Richtfeuer, Quermarkenfeuer, Leuchttonne, Kardinalfeuer oder Einzelgefahr.
  • Viele Fehler entstehen, weil Lernende die Kurznotation sofort mit der gesamten Verkehrsbedeutung vermischen.
  • Der sichere Weg ist immer gleich: Feuer lesen, Zeichenfunktion verstehen, dann erst Verhalten oder sichere Seite ableiten.
Inhalt: 12 Abschnitte

Sehen, hören und selbst lösen

Feuerkennungen im Zeitvergleich

Drei Zeilen vergleichen Blitzfeuer mit kurzen Lichtphasen, Gleichtaktfeuer mit gleich langen Phasen und unterbrochenes Feuer mit längeren Lichtphasen.
Eigene Beispiele: Gelb bedeutet Licht, dunkel bedeutet Pause. Die eingezeichneten Sekunden veranschaulichen das Prinzip; sie sind keine Kennung eines echten Leuchtfeuers. Die tatsächliche Wiederkehr liest du in Seekarte und Leuchtfeuerverzeichnis.
Feuerkennungen im Zeitvergleich als Textvergleich
KennungLicht und Pause vergleichen
Fl · BlitzLicht kürzer als die Dunkelphase
Iso · GleichtaktLicht und Dunkelphase gleich lang
Oc · UnterbrochenLicht länger als die Dunkelphase
Feuer und Seekarte im Navigationstrainer anwenden
Einordnung

Warum dieses Thema relevant ist

Fragen zu Leuchtfeuern und Befeuerung wirken im SBF oft wie viele kleine Einzelfälle, folgen aber einer gemeinsamen Logik. Zuerst liest du die Kennung eines Feuers, dann deutest du die Art des Seezeichens oder die Navigationsfunktion: Leitfeuer, Richtfeuer, Quermarkenfeuer, Leuchttonne, Kardinalfeuer oder Einzelgefahr. Gute Antworten entstehen deshalb nicht durch isolierte Merksätze, sondern durch eine feste Reihenfolge: erst die Feuerart, dann Gruppierung, Farbe und Wiederkehr, danach erst die nautische Bedeutung für Fahrwasser und sichere Passierseite.

Warum dieses Thema wichtig ist

Darum lohnt sich das Thema in der Praxis und in der Prüfung

Eine Feuerkennung beschreibt Farbe, Rhythmus und Wiederkehr. Zähle zusammengehörige Lichterscheinungen und vergleiche Licht- und Dunkelphasen; die Farbe allein genügt nicht.

Typische Fehler

Darauf solltest du besonders achten

  • Kennungen, Farben und Verkehrsbedeutung gleichzeitig lesen wollen, statt die Kurznotation zuerst sauber zu entschlüsseln.
  • Leitfeuer, Richtfeuer und Quermarkenfeuer wegen ähnlicher Grafiken verwechseln, obwohl sie unterschiedliche Navigationsaufgaben haben.
  • Bei befeuerten Leuchttonnen die Farbe richtig erinnern, aber die zulässigen Kennungen falsch zuordnen.
  • Kardinalfeuer und Einzelgefahr über dieselbe Merklogik lesen, obwohl Fl. (2) gerade kein Quadrant, sondern eine einzeln markierte Gefahr ist.
Inhalte
Abschnitt

Was diese Fragen wirklich prüfen

Die Prüfung will hier nicht nur einzelne Abkürzungen oder Bilder sehen. Sie prüft, ob du eine kurze Feuerbeschreibung in eine klare nautische Aussage übersetzen kannst.

  • Erst danach liest du, wofür das Feuer nautisch steht: Leitfeuer, Richtfeuer, Quermarkenfeuer, Leuchttonne, Kardinalfeuer oder Einzelgefahr.
  • Viele Fehler entstehen, weil Lernende die Kurznotation sofort mit der gesamten Verkehrsbedeutung vermischen.
  • Der sichere Weg ist immer gleich: Feuer lesen, Zeichenfunktion verstehen, dann erst Verhalten oder sichere Seite ableiten.
Abschnitt

Kennungen lesen: aus Kurzschrift wird Klartext

Bei einer Kennung wie Oc (2) R. Whis. hilft nur eine feste Lesereihenfolge. Dann wird aus einer dichten Zeichenkette eine saubere Beschreibung.

  • Oc steht für unterbrochenes Feuer.
  • (2) zeigt eine Taktform in 2er-Gruppen.
  • R steht für rot.
  • Whis. ist kein Teil der Lichtform, sondern ein Zusatzhinweis auf eine Heultonne.
  • Der korrekte Lesesatz lautet deshalb: unterbrochen (2), rot, Heultonne.
  • Prüfungsfalle: Gruppenzahl, Farbe oder Zusatzsignal als eigene Feuerart missverstehen.
Abschnitt

Lichterscheinungsarten und Wiederkehr

Ein großer Teil der SBF-Fragen trennt die Feuerarten über das Verhältnis von Lichterscheinung und Verdunkelung, über die Dauer eines Signals oder über die Anzahl pro Minute. Genau diese Unterschiede müssen sitzen.

  • Unterbrochenes Feuer bedeutet: Die Lichterscheinung ist länger als die Verdunkelung.
  • Blinkfeuer bedeutet: Die Lichterscheinung ist kürzer als die Verdunkelung, der einzelne Blink dauert aber mindestens 2 Sekunden.
  • Blitzfeuer bedeutet ebenfalls: Die Lichterscheinung ist kürzer als die Verdunkelung, der Blitz dauert aber weniger als 2 Sekunden.
  • Funkelfeuer bedeutet 50 bis 60 aufeinanderfolgende Lichterscheinungen pro Minute.
  • Gleichtaktfeuer bedeutet: Lichterscheinung und Verdunkelung sind gleich lang.
  • Die Wiederkehr ist der Zeitraum vom Einsetzen einer Taktkennung bis zum Einsetzen der nächsten gleichen Taktkennung.
  • Merke dir: Blink und Blitz teilen sich die Grundlogik kürzer als die Verdunkelung; getrennt werden sie erst über die Zwei-Sekunden-Grenze.
Abschnitt

Leitfeuer, Richtfeuer und Quermarkenfeuer

Diese drei Feuerarten sehen im Lernstoff verwandt aus, lösen aber ganz unterschiedliche Navigationshandlungen aus. Genau deshalb werden sie in der Prüfung gerne gegeneinander gestellt.

Leitfeuer
Sektorenfeuer mit weißem Leitsektor im Fahrwasser und roten sowie grünen Warnsektoren
Das Leitfeuer markiert das Fahrwasser mit einem Leitsektor; gefahren wird auf der rechten Seite des weißen Sektors.
Eigene Grafik
Richtfeuer
Richtfeuer mit Oberfeuer und Unterfeuer, die für den richtigen Kurs in Deckung gebracht werden
Beim Richtfeuer stimmen Kurs und Kurslinie, wenn Ober- und Unterfeuer in Deckung stehen.
Eigene Grafik
Quermarkenfeuer
Quermarkenfeuer mit Ankündigungssektoren und Kursänderungssektor an einer Fahrwasserbiegung
Beim Quermarkenfeuer wird die Kursänderung beim Übergang in den Kursänderungssektor vorgenommen.
Eigene Grafik
  • Ein Leitfeuer ist ein Sektorenfeuer, das ein Fahrwasser bezeichnet.
  • Beim Leitfeuer hältst du dich in Fahrtrichtung an der rechten Seite des weißen Leitsektors.
  • Ein Richtfeuer besteht aus Ober- und Unterfeuer, die in Deckung zu bringen sind.
  • Ein Quermarkenfeuer ist ein Sektorenfeuer, das auf eine Kursänderung im Fahrwasser hinweist.
  • Beim Quermarkenfeuer nimmst du die Kursänderung beim Übergang vom Ankündigungssektor in den Kursänderungssektor vor.
  • Ein Torfeuer markiert eine Durchfahrt oder Einfahrt mit zwei Feuern, zwischen denen du die Passage liest.
  • Prüfungsfalle: Leitfeuer und Quermarkenfeuer beide nur als Sektorenfeuer erkennen, aber ihre unterschiedliche Funktion nicht mitlesen.
Abschnitt

Befeuerte Leuchttonnen an Backbord und Steuerbord

Bei den befeuerten lateralen Zeichen verbindet die Prüfung Farbe und zulässige Feuerart. Genau diese Kombination wird gerne mit falschen Alternativen durcheinandergebracht.

Steuerbord-Leuchttonnen
Grüne befeuerte Leuchttonnen an der Steuerbordseite des Fahrwassers mit Blitz, Funkel und unterbrochenem Feuer
An der Steuerbordseite des Fahrwassers führen befeuerte Leuchttonnen grüne Feuer.
Eigene Grafik
Backbord-Leuchttonnen
Rote befeuerte Leuchttonnen an der Backbordseite des Fahrwassers mit Blitz, Funkel und unterbrochenem Feuer
An der Backbordseite des Fahrwassers führen befeuerte Leuchttonnen rote Feuer.
Eigene Grafik
Abschnitt

Kardinalfeuer und Einzelgefahr

Hier wird aus Kennungswissen konkrete Passierlogik. Die Feuer sagen nicht nur, wie ein Zeichen blinkt, sondern auf welcher Seite du sicher vorbeigehst.

Einzelgefahr Fl. (2)
Einzelgefahrenstelle mit schwarz-roter Tonne, Kennung Fl. 2 und Passiermöglichkeit an allen Seiten
Fl. (2) kennzeichnet eine Einzelgefahrenstelle, die an allen Seiten passiert werden kann.
Eigene Grafik
  • Kardinalfeuer liest du mit dem Uhren-Prinzip: 3 Uhr = Ost, 6 Uhr = Süd, 9 Uhr = West; der Nordfall gehört zur 12-Uhr-Logik.
  • Die vier Kardinalfälle markieren allgemeine Gefahrenstellen, die jeweils auf der sicheren Seite des genannten Quadranten passiert werden müssen.
  • Die Prüfungsbilder zeigen diese Logik direkt über die Zahl und Gruppierung der Blitze.
  • Fl. (2) steht dagegen für eine Einzelgefahrenstelle, die an allen Seiten passiert werden kann.
  • Prüfungsfalle: Fl. (2) wie einen Quadranten lesen, obwohl hier gerade keine kardinale Passierseite gemeint ist.
Abschnitt

Typische Fehler

Fast alle Fehler entstehen durch kleine, aber folgenreiche Verwechslungen in einem sehr dichten System.

  • Leitfeuer als Kursänderungssignal lesen, obwohl das die Aufgabe des Quermarkenfeuers ist.
  • Richtfeuer mit einem Sektorenfeuer verwechseln, obwohl hier gerade Deckung entscheidend ist.
  • Bei lateralen Leuchttonnen die richtige Farbe erinnern, aber eine unzulässige Feuerart wie Festfeuer oder Blinkfeuer akzeptieren.
  • Blinkfeuer und Blitzfeuer nur über das Wortgefühl statt über die Zwei-Sekunden-Grenze unterscheiden.
  • Fl. (2) als Kardinalfeuer lesen statt als Einzelgefahr.
Abschnitt

Merke dir

Erst das Feuer lesen, dann die Bedeutung: Oc = Licht länger als Dunkel, LFl = mindestens 2 s, Fl = unter 2 s, Q = 50 bis 60 pro Minute, Iso = gleich lang, Wiederkehr = ganzer Zyklus. Leitfeuer führt durchs Fahrwasser, Richtfeuer arbeitet mit Deckung, Quermarkenfeuer kündigt die Kursänderung an, befeuerte Leuchttonnen tragen lateral passende Farben und Kardinalfeuer sagen dir die sichere Passierseite; Fl. (2) steht für Einzelgefahr.

Quellen und Stand

Quellen

Lernmaterial zum Themenfeld Leuchtfeuer. Die unten verlinkten amtlichen Quellen dienen zum Nachlesen. Für diesen Ausgangsinhalt ist kein fachlicher Prüfstand dokumentiert. Inhalt zuletzt geändert: 28.4.2026.

Ergänzende Beispiele und Quellenlinks: 9.9.2026. Dieses Datum bestätigt keine erneute Fachprüfung des gesamten Ausgangsinhalts.

Redaktion, Quellen und Korrekturen · Herausgeber: seeundbinnen.de

Verdichtet aus offiziellen SBF-See-Fragen zu Leuchtfeuern, Kennungen, Leitfeuer-, Richtfeuer- und Quermarkenfeuerlogik, befeuerten Leuchttonnen, Kardinalfeuern und Einzelgefahr. Die eingebundenen Grafiken entsprechen amtlichen Beispiel- oder Hinweisabbildungen aus dem Fragenkatalog.

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Nächster Schritt

Thema direkt anwenden

Öffne den Trainer oder die Fragensuche und übe das Thema direkt an passenden Fragen.