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Seemannschaft

Diese Lernkarte bündelt den SBF-See-Block Seemannschaft so, wie er in der Prüfung tatsächlich vorkommt: seemännische Sorgfaltspflicht, sicheres Manövrieren mit Sog, Stau und Schwell, Anlegen und Anker, Propellerdrehrichtung und Radeffekt, Maschinen- und Bordtechnik, Brand-, Tank- und Gasanlagen-Sicherheit, Wetter und Beaufort, Notfälle wie Mensch über Bord, Kentern und schweres Wetter, Notsignale, AIS sowie Umweltpflichten.

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18 Kapitel für schnelles Nachschlagen
Direkte Antwort

Frage zuerst nach der Verantwortung: Der Schiffsführer ist für die Befolgung der Verkehrsvorschriften verantwortlich; die seemännische Sorgfaltspflicht geht aber bewusst über die KVR hinaus.

  • Bei Manöverfragen immer drei Ebenen prüfen: Wirken hier Sog, Stau oder Schwell? Wie wirkt der Radeffekt? Was sagen Wind und Strom?
  • Bei Maschinenfragen denkst du in den Standardgrößen Motortemperatur, Öldruck, Ladekontrolle, Kraftstoffversorgung.
  • Bei Sicherheitsfragen (Tanken, Gas, Brand) gibt es jeweils eine kleine, feste Reihenfolge von Schritten - die merkst du dir besser als einzelne Phrasen.

Diese Seite beantwortet: Seemannschaft SBF See

Besonders hilfreich für: Lernende für SBF See, die Seemannschaft als zusammenhängende Pflicht-, Manöver- und Sicherheitslogik verstehen wollen statt als Sammlung loser Fakten

Einordnung

Warum dieses Thema relevant ist

Der Block Seemannschaft im SBF See wirkt auf den ersten Blick wie ein Sammelsurium aus Pflichten, Knoten, Maschinendetails, Wetter und Notfällen. In Wahrheit folgen fast alle Fragen einer festen Denkkette: zuerst die seemännische Sorgfaltspflicht als Rahmen, dann das sichere Manövrieren (Begegnen, Anlegen, Anker), danach der Antrieb (Propeller, Radeffekt, Maschinenüberwachung), die Sicherheit an Bord (Brand, Tanken, Gas), das Wetter (Beaufort, Isobaren, Warnstufen) und schließlich die Notfälle mit den passenden Notsignalen. Wer diese Kette einmal versteht, beantwortet die meisten Fragen aus der Logik und nicht aus dem Bauch.

Warum dieses Thema wichtig ist

Darum lohnt sich das Thema in der Praxis und in der Prüfung

Der Seemannschaftsblock entscheidet fast immer über das Bestehen, weil er sich quer durch alle anderen Themen zieht: Wer Sorgfaltspflicht, Manöver, Maschine, Wetter und Notfälle als zusammenhängende Kette versteht, beantwortet auch Sicht- und Schallzeichen-, Lichterführungs- und Ausweich-Fragen ruhiger. Diese Karte verbindet die Seemannschaft systematisch mit dem Lernplan: erst die Theorie hier, danach die offiziellen Fragen im Trainer.

Typische Fehler

Darauf solltest du besonders achten

  • Seemännische Sorgfaltspflicht nur als 'Verkehrsregeln befolgen' lesen, statt als Pflicht über die KVR hinaus.
  • Sog, Stau und Schwell als ein Begriff merken, obwohl drei verschiedene Gefahren gemeint sind.
  • Radeffekt nur für einen Drehsinn lernen und im Rückwärtsgang in die falsche Richtung erwarten.
  • Brand-, Tank- und Gas-Antworten gleich lesen, obwohl jede Gefahrenart andere Schritte verlangt.
  • Beaufort-Schwellen für Starkwind, Sturm und Orkan vermischen.
  • Mensch-über-Bord- und Kenterfragen nur über 'Hilfe rufen' beantworten, statt die konkreten Schritte zu kennen.
Weitere Suchfragen
seemännische SorgfaltspflichtRadeffekt rechtsdrehender PropellerSog Stau SchwellBeaufort SturmwarnungMensch über Bord SBFNotsignale Sportboot
Inhalte
Abschnitt Wie der Seemannschaftsblock im SBF wirklich funktioniert

Bevor du in einzelne Antworten einsteigst, hilft dir eine feste Reihenfolge. So entsteht aus vielen Einzelfragen ein zusammenhängendes Bild.

  • Bei Manöverfragen immer drei Ebenen prüfen: Wirken hier Sog, Stau oder Schwell? Wie wirkt der Radeffekt? Was sagen Wind und Strom?
  • Bei Maschinenfragen denkst du in den Standardgrößen Motortemperatur, Öldruck, Ladekontrolle, Kraftstoffversorgung.
  • Bei Sicherheitsfragen (Tanken, Gas, Brand) gibt es jeweils eine kleine, feste Reihenfolge von Schritten - die merkst du dir besser als einzelne Phrasen.
  • Bei Wetterfragen denkst du in Beaufort-Schwellen und Luftdruck-Tendenzen.
  • Bei Notfällen steht immer der Schutz von Leib und Leben im Zentrum - Notsignale sind dafür da, nicht für Komfort- oder Routineanlässe.
Abschnitt Verantwortung und seemännische Sorgfaltspflicht

Diese Fragen wirken trocken, sind aber zentrale Prüfungsfragen. Sie prüfen, ob du den Rahmen verstehst, in dem alles andere geschieht.

  • Verantwortlich für die Befolgung der Verkehrsvorschriften ist der Fahrzeugführer oder sein Stellvertreter.
  • Die seemännische Sorgfaltspflicht ist die Verpflichtung, über die geschriebenen Regeln hinaus die Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, die Seemannsbrauch oder besondere Umstände des Falles erfordern.
  • Vor Fahrtantritt unterrichtet der Schiffsführer die Crew über Sicherheitsvorkehrungen, weist in die Handhabung von Rettungs- und Feuerloeschmitteln ein und mahnt zum Tragen von Rettungswesten.
  • Bei verminderter Sicht zählt zur Sorgfaltspflicht über die KVR hinaus: alle Navigationsanlagen sorgfältig nutzen, eigene Sichtbarkeit erhöhen (z. B. Radarreflektor, AIS) und in Revieren mit Landradarberatung die UKW-Beratung mithören.
  • Vor schwerem Wetter zählt zur Sorgfaltspflicht: Verschlusszustand herstellen, lose Gegenstände zurren, Rettungswesten anlegen, weitere Rettungsmittel bereit halten und - wenn möglich - einen Schutzhafen anlaufen.
  • Luvseite (dem Wind zugekehrt) und Leeseite (dem Wind abgewandt) gehören zum seemännischen Grundvokabular und tauchen quer durch die Prüfung auf.
Abschnitt Begegnen, Überholen und enge Fahrwasser: Sog, Stau, Schwell

In dieser Gruppe wird gerne nach dem Warum hinter den Verhaltensregeln gefragt. Wer die drei Begriffe Sog, Stau und Schwell sauber trennt, beantwortet die ganze Reihe sicher.

  • Sog entsteht längsseits am Heck eines großen Fahrzeugs in Fahrt und kann ein Kleinfahrzeug zum Großfahrzeug ziehen oder gegen die Bordwand drückende Kräfte erzeugen.
  • Stau ist der Wasserberg vor dem Bug eines schnellen oder großen Fahrzeugs.
  • Schwell ist die Heckwelle, die sich nach hinten ausbreitet und kleine Fahrzeuge querschlagen oder kentern lassen kann.
  • Beim Begegnen in engem Fahrwasser gilt deshalb: Geschwindigkeit herabsetzen und ausreichenden Passierabstand halten.
  • Beim Überholtwerden durch ein größeres Fahrzeug kann das kleinere Fahrzeug durch Stau, Sog oder Schwell aus dem Kurs laufen, kollidieren oder querschlagen, in flachen Gewässern auch auf Grund laufen.
  • Nähert man sich in engen Gewässern festgemachten Fahrzeugen am Ufer, verringert man die Geschwindigkeit, um schädlichen Sog und Wellenschlag zu vermeiden.
Abschnitt Anlegen, Ablegen und Anker

Diese Fragen prüfen, ob du das Boot souverän unter Kontrolle hältst, wenn Wind oder Strom mitspielen.

  • Beim Anlegen fährt man möglichst gegen Strom und Wind, weil sich das Fahrzeug dabei sicherer manövrieren lässt.
  • Der günstigste Anlaufwinkel zur Pier ist ein möglichst spitzer Winkel.
  • Der Anker hält, wenn beim Handauflegen auf Ankerkette oder -leine kein Rucken zu spüren ist und sich die Ankerpeilung nicht ändert.
  • Vor längerem Verlassen des Fahrzeugs: alle Seeventile schließen und den Hauptschalter des Bordnetzes ausschalten.
Abschnitt Antrieb verstehen: Propellerdrehrichtung und Radeffekt

Hier hilft eine klare Definition - von achtern in Vorausfahrt gesehen - und das Wissen, dass sich die Wirkung im Rückwärtsgang umkehrt.

  • Ein rechtsdrehender Propeller dreht sich von achtern gesehen in Vorausfahrt im Uhrzeigersinn; ein linksdrehender Propeller entsprechend gegen den Uhrzeigersinn.
  • Im Rückwärtsgang mit rechtsdrehendem Propeller zieht das Heck nach Backbord.
  • Die indirekte Ruderwirkung (auch Radeffekt) bezeichnet das seitliche Versetzen des Hecks durch den Propeller.
  • Die Kenntnis der Propellerdrehrichtung ist wichtig, weil sie beim Manövrieren (Aufstoppen, Drehen, Anlegen) hilft.
  • Mit rechtsdrehendem Propeller ist die Backbordseite zum Anlegen empfehlenswert: Der Radeffekt zieht das Fahrzeug an die Pier.
  • Bei einem Außenborder ohne Ruderanlage entsteht die Ruderwirkung durch Schraubenstrom und Richtung des Propellers.
  • Bei Einbaumaschine mit starrer Welle setzt die Ruderwirkung in Rückwärtsfahrt erst spät ein, weil sie erst mit der Anströmung des Ruderblattes wirkt.
Abschnitt Maschine und Bordtechnik im Auge behalten

Hier wird gerne nach Ursachen gefragt, wenn ein Anzeigeinstrument auffällig ist. Du brauchst keine Mechanikerkenntnisse, sondern die typischen Verdachtsfälle.

  • Während der Fahrt sollten besonders Motortemperatur, Öldruck und Ladekontrolle beobachtet werden.
  • Überhitzte Antriebsmaschine: typische Ursachen sind defektes Thermostat, defekte Impellerpumpe, geschlossenes Seeventil oder zu niedriger Kühlwasserstand.
  • Ladekontrolllampe erlischt nach dem Starten nicht: meist ist die Lichtmaschine oder ihr Regler defekt.
  • Ölkontrollleuchte leuchtet nach dem Starten weiter: typischerweise Druckschalter oder Öldruckpumpe defekt.
  • Motor stoppt nach Einkuppeln der Antriebswelle: häufig blockierter Propeller.
  • Außenborder mit gefülltem Tank bleibt stehen: prüfe Belüftungsschraube und Kraftstoffleitung (Verstopfung).
  • Der Quickstopp (Notausschalter mit Reißleine) unterbricht Zündkontakt bzw. Kraftstoffzufuhr.
Abschnitt Tanken, Bilge, Brand und Feuerlöscher

Diese Fragen folgen einem klaren Sicherheits-Reflex: Zündquellen aus, Dämpfe raus, Brennstoff sammeln und entsorgen.

  • Beim Tanken: Motor abstellen, keine elektrischen Schalter betätigen, Vorbereitung gegen Überlaufen von Kraftstoff treffen, kein offenes Feuer.
  • Treibstoff oder Öl in der Bilge: mit Lappen aufnehmen und umweltgerecht entsorgen.
  • Brand mit dem Feuerlöscher: Luftzufuhr verhindern, Löscher erst am Brandherd einsetzen und das Feuer möglichst von unten bekämpfen.
Abschnitt Flüssiggasanlagen: Propan, Butan und sicheres Verhalten

Gas-Antworten im SBF folgen alle derselben Idee: Gase sind schwerer als Luft, sammeln sich unten und brauchen Lüftung. Daraus leiten sich fast alle richtigen Antworten ab.

  • Propan und Butan sind besonders gefährlich, weil sie schwerer als Luft sind und mit Luft ein explosives Gemisch bilden.
  • Gasbehälter werden möglichst an Deck gelagert, geschützt vor Sonneneinstrahlung - sonst in einem besonders abgeschlossenen Raum, der in Bodenhöhe eine Öffnung nach aussenbords hat.
  • Gas im Bootsinneren: Gaszufuhr absperren, für Lüftung sorgen, keine elektrischen Schalter betätigen, kein Funk und kein Mobiltelefon.
  • Vor Inbetriebnahme einer Anlage: Anlage muss abgenommen sein, Leitungen und Anschlüsse dicht; Haupthahn und Absperrventile öffnen.
  • Ausserbetriebnahme: Haupthahn und Absperrventile schließen.
Abschnitt Wetter, Beaufort und Warnstufen

Wetterfragen sind im SBF systematisch: zuerst Faktoren, dann Beaufort-Schwellen, dann Luftdruck und Isobaren. Mit dieser Reihenfolge sind die Fragen sehr leicht zu treffen.

  • Hauptfaktoren für Wind und Niederschlag sind Luftdruckänderung, Luftfeuchtigkeit und Temperatur.
  • Die Beaufort-Skala liefert Windstärken von 0 bis 12 und ihre Auswirkungen auf die See.
  • Frischer Wind in amtlichen Wetterberichten = Bft 5.
  • Starkwindwarnung wird für Bft 6 und 7 herausgegeben.
  • Sturmwarnung wird für Bft 8 und mehr herausgegeben.
  • Schwerer Sturm = Bft 10, orkanartiger Sturm = Bft 11, Orkan = Bft 12.
  • Isobaren sind Linien gleichen Luftdrucks; in deutschen Wetterkarten in Hektopascal (hPa) angegeben.
  • Bei rasch fallendem Luftdruck ist mit Starkwind oder Sturm zu rechnen.
Abschnitt Notfälle: Mensch über Bord, Kentern, schweres Wetter, Schleppen

Notfallfragen prüfen meist die richtige Sequenz: Mensch im Wasser sichern, Crew schützen, Schäden vermeiden. Halte dich bei den Antworten an die konkreten Maßnahmen.

  • Eine im Wasser treibende Person kann mit Leinenverbindung, Rettungsschlaufe, Bergenetz, Talje, Badeleiter oder Großbaum schnell und sicher an Bord genommen werden.
  • Bei Kenterung möglichst am Fahrzeug bleiben, die Besatzung zusammenhalten, Kräfteverschleiss vermeiden und Aufmerksamkeit zur Hilfeleistung erregen.
  • Überbordfallen bei starkem Seegang verhindert man durch Sicherheitsleinen bzw. -gurte und das Einpicken an dafür vorgesehenen Stellen.
  • Bei starkem Seegang Fahrt vermindern, um Schäden durch Seeschlag zu vermeiden.
  • Eine Schleppleine sollte bei starkem Seegang mindestens zwei- bis dreifache Wellenlänge lang sein.
  • Beim Schleppen Leinenlänge an den Seegang anpassen, Schleppgeschwindigkeit nicht größer als die Verdrängerfahrt des Anhangs, ruckartiges Steifkommen vermeiden.
  • Ein steuerunfähiges Sportboot hält man mit dem Treibanker oder anderen geeigneten schwimmfähigen Gegenständen mit dem Bug in den Wind.
  • Nach einem Zusammenstoss: Hilfe leisten, am Unfallort bleiben, bis weiterer Beistand nicht mehr nötig ist, und alle erforderlichen Daten austauschen.
  • Ist das eigene Fahrzeug gesunken und stellt ein Schifffahrtshindernis dar, informiert man die Schifffahrtspolizeibehörde und gibt nach Möglichkeit die Position an.
Abschnitt Wann darf man Notsignale geben - und welche?

Diese Fragen sind freundlich gemeint: Sie prüfen, ob du Notsignale ernst nimmst und sie nicht als Show oder Komfortruf verstehst.

  • Notsignale dürfen gegeben werden, wenn Gefahr für Leib oder Leben von Personen besteht und Hilfe nötig wird - nicht aus Bequemlichkeit oder zur Beachtung.
  • Erlaubte Notsignale sind u. a.: Leuchtrakete mit rotem Leuchtstern oder rot brennende Handfackel, anhaltendes Tönen eines Nebelsignalgerätes, das dreimal gegebene Lautzeichen kurz, kurz, kurz, lang, lang, lang, kurz, kurz, kurz (per Licht oder Ton), das dreimalige MAYDAY über Sprechfunk, seitliches Heben und Senken der Arme, das Flaggensignal NC, EPIRB, DSC und ein Radartransponder.
Abschnitt AIS: wozu und welche Daten

Das Automatische Identifikationssystem ist im SBF nicht im Detail abgefragt, aber Zweck und Datenarten solltest du kennen.

  • AIS dient primär der Kollisionsverhütung.
  • Über AIS können Schiffsdaten (statisch und dynamisch) und reisebezogene Daten ausgetauscht werden - also Identität, Position, Kurs, Geschwindigkeit sowie Reise- und Frachtinformationen.
Abschnitt Umwelt und Reinhaltung der Gewässer

Diese Fragen wirken trivial, kommen aber regelmäßig dran. Es geht um aktive Pflichten, nicht um Empfehlungen.

  • Sämtliche Abfälle einschließlich Öle und Betriebsstoffe werden an Bord in geeigneten Behältern gesammelt und an Land vorschriftsmäßig entsorgt.
  • Informationen zu umweltfreundlichen Farben, Lacken und Antifouling-Beschichtungen gibt es beim Umweltbundesamt.
  • Wichtige Regeln und Tipps für Wassersportler stehen in nautischen Veröffentlichungen wie 'Sicherheit auf dem Wasser' und 'Sicher auf See'.
Abschnitt Typische Fehler

Diese Verwechslungen kosten in Prüfungen am häufigsten Punkte - obwohl die Inhalte einzeln betrachtet einfach sind.

  • Sorgfaltspflicht nur als Synonym für KVR-Beachtung lesen statt als zusätzliche Pflicht aus Seemannsbrauch und Fall-Umständen.
  • Sog, Stau und Schwell als ein Begriff merken, statt drei klar getrennte Gefahren.
  • Im Rückwärtsgang an die Vorwärts-Logik des Radeffekts denken und das Heck in die falsche Richtung erwarten.
  • Ladekontroll- und Ölkontrollleuchte verwechseln und entsprechend andere Ursachen nennen.
  • Beim Flüssiggas an Lüftung denken, aber den Hinweis auf keine elektrischen Schalter und keinen Funk vergessen.
  • Frischer Wind (Bft 5) und Starkwindwarnung (ab Bft 6) sprachlich vermischen.
  • Notsignale aus Komfortgründen geben wollen, statt sie auf Gefahr für Leib und Leben zu beschränken.
Abschnitt Merke dir

Verantwortlich ist der Schiffsführer; die seemännische Sorgfaltspflicht geht über die KVR hinaus. Beim Begegnen mit Großfahrzeugen denken: Sog am Heck, Stau vor dem Bug, Schwell als Heckwelle - also langsamer fahren und Abstand halten. Beim Anlegen gegen Strom und Wind und im spitzen Winkel. Mit rechtsdrehendem Propeller: in Vorausfahrt Heck nach Steuerbord, im Rückwärts nach Backbord; deshalb mit Backbord an die Pier. Maschine über Temperatur, Öldruck, Ladekontrolle überwachen. Beim Tanken Motor aus, kein Schalter, kein offenes Feuer. Propan und Butan sind schwerer als Luft - Lüften und keine Zündquellen. Wetter: Bft 5 = frisch, Bft 6 bis 7 = Starkwindwarnung, ab Bft 8 = Sturmwarnung, Bft 10/11/12 = schwerer Sturm/orkanartig/Orkan; rascher Druckabfall = Starkwind oder Sturm. Notsignale nur bei Gefahr für Leib oder Leben. AIS dient der Kollisionsverhütung. Abfälle und Öle an Land entsorgen.

Quellen und Stand

Quellen

Amtlicher Fragenkatalog für SBF Binnen und SBF See, Themenfeld Seemannschaft, zuletzt geprüft am 28.4.2026.

Verdichtet aus den offiziellen SBF-See-Fragen zu Seemannschaft (87 Prüfungsfragen): Sorgfaltspflicht, Begegnen und Überholen, Anker und Anlegen, Antrieb und Maschine, Brand- und Gasanlagensicherheit, Wetter und Beaufort, Notfälle, Notsignale, AIS sowie Umweltpflichten. Eingebundene Lernskizzen sind eigene Grafiken; es werden keine urheberrechtlich geschützten Drittabbildungen verwendet.

  • Amtlicher Fragenkatalog SBF See - Block Seemannschaft (87 Prüfungsfragen): Sorgfaltspflicht, Manöver, Antrieb, Maschine, Brand, Gas, Wetter, Notfälle, Notsignale, AIS, Umwelt
  • BSH und Umweltbundesamt - Beaufort-Schwellen, amtliche Wetterwarnungen, Hinweise zu umweltfreundlichen Farben und Antifouling
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